Multi-Arch Build – Effiziente Pipelines für verschiedene Zielarchitekturen

Als DevOps Engineer kennst du das Problem nur zu gut: Du baust heute nicht mehr nur für eine Plattform. Die Anforderungen reichen von ARM-basierten Embedded Devices über x86-Industrieserver bis hin zu Spezialarchitekturen für Automotive oder IoT. Jeder Build-Schritt, der mehrfach manuell durchgeführt werden muss, kostet Zeit, Nerven und birgt Fehlerpotenzial. Genau hier kommt der Multi-Arch Build ins Spiel – und verändert, wie du deine Pipelines planst und umsetzt.

Statt einzelne Build-Jobs für jede Architektur zu pflegen, setzt du auf eine einheitliche Jenkins Pipeline, die deine Artefakte parallel für verschiedene Zielplattformen erzeugt. Dabei nutzt du Container-Technologien wie Docker Buildx oder cross-compiling Toolchains, um Abhängigkeiten sauber zu kapseln und reproduzierbare Ergebnisse zu liefern – egal ob für ARM, x86 oder beides gleichzeitig.

Das Beste daran: Du musst dich nicht mehr zwischen Geschwindigkeit und Qualität entscheiden. Ein optimierter Multi-Arch Build reduziert die Durchlaufzeiten drastisch, weil Builds parallelisiert werden und Ressourcen optimal genutzt sind. Gleichzeitig stellst du sicher, dass jede Zielarchitektur zuverlässig getestet wird – von der QEMU-Emulation im virtuellen Testlauf bis hin zur HIL-Integration auf echter Hardware.

Für dich bedeutet das: weniger Kontextwechsel, klar strukturierte Pipelines und die Gewissheit, dass ein Commit in allen relevanten Zielarchitekturen funktioniert und nicht nur in „deiner“ Entwicklungsumgebung. Das spart Zeit und gibt dir als DevOps Engineer die Kontrolle über den gesamten Build-Prozess zurück, statt dich in einer Flut manueller Spezialfälle zu verlieren.

QEMU-Emulation – Virtuelles Testen ohne teure Hardware

Stell dir vor, du könntest deine Firmware- oder Embedded-Software testen, ohne darauf zu warten, dass endlich die passende Hardware auf deinem Schreibtisch liegt. Keine Lieferengpässe, keine provisorischen Testaufbauten – nur du, dein Code und eine vollständige Testumgebung, die jederzeit verfügbar ist. Genau das macht QEMU-Emulation möglich.

Mit QEMU bildest du deine Zielhardware virtuell ab, von ARM-Boards bis zu komplexen SoCs. Du startest deine Tests direkt in der Jenkins-Pipeline, lässt Regressionen über Nacht laufen und hast am nächsten Morgen genaue Ergebnisse, ohne einen Knopf an realer Hardware zu drücken. Das spart Kosten und vor allem Zeit, und Zeit ist im Embedded-Umfeld oft der Vorsprung, der zählt.

Als DevOps Engineer bekommst du damit eine mächtige Freiheit: Du entkoppelst den Testprozess von der Verfügbarkeit physischer Geräte. Neue Funktionen, Bugfixes oder Architekturänderungen lassen sich sofort validieren, selbst wenn die Hardware noch in der Entwicklung ist. In Kombination mit Multi-Arch Builds kannst du parallel verschiedene Plattformen simulieren – alles voll integriert in deine CI/CD-Pipeline.

Das Ergebnis? Kürzere Release-Zyklen, schnellere Fehlererkennung und ein durchgängig stabiler Entwicklungsfluss. Du hast die Kontrolle, weil du deine Tests jederzeit reproduzierbar und automatisiert ablaufen lassen kannst. QEMU ist damit nicht nur ein Emulator – es ist dein Schlüssel zu effizienteren Prozessen und weniger Abhängigkeit von teurer, begrenzter Testhardware.

QEMU-Emulation für Embedded-Tests

HIL-Integration – Realitätsnahe Validierung im CI/CD-Prozess

Als DevOps Engineer weisst Du: Kein automatisierter Testlauf kann die Realität zu 100 % nachbilden – außer, Sie binden die reale Hardware direkt in Ihren Pipeline-Flow ein. Genau hier setzt die HIL-Integration (Hardware-in-the-Loop) an. Sie verbindet Ihre Jenkins CI/CD-Umgebung mit den echten Steuergeräten, Sensoren oder Aktoren, die später im Feld arbeiten.

Stell Dir vor: Jeder Commit, jedes neue Firmware-Build läuft über virtuelle Tests und QEMU-Emulation hinaus direkt gegen die Zielhardware. Fehler, die sonst erst in späten Testphasen oder schlimmer noch beim Kunden auffallen, werden in Sekunden sichtbar. So erkennen Sie Timing-Probleme, Protokollfehler oder unerwartete Hardware-Reaktionen, noch bevor der Code die Produktion erreicht.

Der größte Vorteil? Vertrauen. Du weisst, dass Dein Release im Live-System genau so funktioniert, wie es in Ihrer Pipeline getestet wurde – ohne böse Überraschungen. Gleichzeitig erhöht sich die Geschwindigkeit: Dank automatisierter HIL-Tests im Jenkins-Workflow laufen Build, Deployment und Hardware-Validierung in einem durchgängigen Prozess.

Mit dieser realitätsnahen Teststrategie erreichst Du eine höhere Produktqualität und verschiebst die Fehlererkennung so früh wie möglich in den Entwicklungszyklus, dorthin, wo sie am günstigsten zu beheben ist. Und das gibt Dir als Engineer das gute Gefühl, jederzeit die volle Kontrolle über Qualität, Stabilität und Time-to-Market zu haben.

HIL-Integration in der CI/CD-Pipeline

Dieser Beitrag beschreibt die konkrete Pipeline. Warum Embedded-Teams überhaupt umstellen und welche Kultur dazugehört, steht in Continuous Delivery in Embedded Systems; Testautomatisierung, Lieferkettensicherheit und OTA-Updates behandelt DevOps-Automatisierung und KI für Embedded Systems.

Die Herausforderungen der Embedded Welt:

Latenzzeiten bei Hardware-in-the-Loop (HIL) Tests

Die Integration echter Hardware in die CI/CD Pipeline verlangsamt den Entwicklungsprozess, da HIL-Tests längere Latenzzeiten und manchmal manuelle Eingriffe erfordern. Der Aufbau einer stabilen und zuverlässigen Jenkins Embedded HIL-Umgebung, die sich sauber in die Pipeline einfügt, ist technisch anspruchsvoll.

Eingeschränkte Ressourcen und längere Build-Zeiten

Embedded Systeme sind oft ressourcenlimitiert, was zu langsamen Build- und Testzeiten führen kann. Anders als bei Standardsoftware ist die Kompilierung für verschiedene Mikroarchitekturen zeitaufwendig, und die Integration von Docker oder virtuellen Maschinen zur Unterstützung von Jenkins Embedded verschiedener Zielplattformen ist eine komplexe Aufgabe.

Echtzeit-Tests und Firmware-Verifizierung

Embedded Systeme erfordern oft Echtzeitfähigkeiten, was bedeutet, dass Tests auf diese Anforderungen zugeschnitten sein müssen. Echtzeit-Testmethoden müssen in die Pipeline integriert werden, um sicherzustellen, dass Firmware und Software unter den spezifischen Bedingungen eines Embedded Systems zuverlässig funktionieren. Fehlende Emulations- und Testwerkzeuge für spezifische Hardwareplattformen erschweren zudem eine vollständige Testabdeckung ohne physische Geräte.

Unser Lösungsansatz:

Ein effektiver Lösungsansatz für CI/CD in Embedded Systemen mit Jenkins besteht darin, eine hybride Pipeline aufzubauen, die sowohl Software- als auch Hardware-Komponenten adressiert. 

Jenkins Controller und Agent

Zunächst können Software-Tests und Builds in einer Docker-Umgebung automatisiert werden, wobei Multiarchitektur-Builds für verschiedene Zielplattformen in Docker-Containern laufen. Anschließend erfolgt die Emulation der Embedded-Hardware durch Tools wie QEMU, um erste Tests ohne physische Hardware durchzuführen und die Pipeline reibungslos bis zur Hardware-in-the-Loop (HIL)-Phase zu gestalten.

In der HIL-Phase wird die Firmware auf die tatsächliche Hardware gespielt, um sie unter realen Bedingungen zu testen. Hierbei hilft in Jenkins Embedded mit spezifischen Stages für die HIL-Integration und automatische Fehlerberichte, die schnellere Rückmeldungen zu Problemstellen geben. Dieser Ansatz ermöglicht eine zuverlässige und ressourcenschonende CI/CD-Pipeline für Embedded Systeme und reduziert die Abhängigkeit von physischen Testressourcen.

Die Umsetzung – eine Erfolgstory …

Ein Automobilzulieferer, spezialisiert auf Steuergeräte für Fahrerassistenzsysteme, sah sich mit einem hohen Wettbewerbsdruck und wachsenden Qualitätsanforderungen konfrontiert. Das Unternehmen musste regelmäßig Firmware-Updates für die Steuergeräte liefern, die in Echtzeit funktionieren und auf sicherheitskritischen Standards basieren. Doch die bisherigen Entwicklungsprozesse, die teils manuelle Tests und komplexe Hardware-Setups erforderten, führten zu langen Produktzyklen und hohen Fehlerquoten.

CI, CD und Deployment Beratung

Durch die Implementierung einer Jenkins-basierten CI/CD-Pipeline speziell für Embedded Systeme gelang es dem Zulieferer, Test- und Release-Prozesse zu automatisieren. In einem ersten Schritt wurden Multiarchitektur-Builds und Hardware-in-the-Loop (HIL) Tests in die Pipeline integriert, wodurch sich Testzeiten pro Release von 5 Tagen auf nur noch 2 Tage reduzierten – eine Zeitersparnis von 60 %. Parallel dazu wurde eine Emulationsumgebung auf Basis von QEMU aufgebaut, die bereits frühzeitige Firmware-Tests ohne physische Hardware ermöglichte.

Innerhalb von sechs Monaten konnte das Unternehmen die Release-Frequenz um 30 % steigern und die Fehlerrate bei ausgelieferten Firmware-Versionen um 40 % senken. Diese Effizienzsteigerungen sparten erhebliche Ressourcen und brachten Vertrauen bei den Automobilkunden, die auf verlässliche und schneller bereitgestellte Updates setzen. Die CI/CD-Pipeline hat den Entwicklungsprozess dauerhaft verbessert und die Marktposition des Unternehmens gestärkt.

Bringen Sie Ihre Embedded-Entwicklung auf das nächste Level!

Unsere Berater unterstützen Sie dabei, Continuous Integration und Deployment in Ihre Jenkins-Projekte für Embedded Systeme einzubauen und die Entwicklungsprozesse zu verbessern. Wir zeigen, wie sich Latenzzeiten bei Hardware-in-the-Loop Tests senken und ressourcenschonende Build-Pipelines aufbauen lassen. Das reicht von der Emulation Ihrer Embedded-Hardware über kürzere Build-Zeiten bis zu Echtzeit-Tests. Mit Beratung und Projektunterstützung bringen wir Ihre Entwicklung schneller zur Marktreife, mit CI/CD-Praktiken, die für Embedded Systeme taugen.

Kontaktieren Sie uns jetzt für eine unverbindliche Beratung und starten Sie durch!

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