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Industrial DevOps überträgt DevOps-Prinzipien auf industrielle Produkt- und Automatisierungsumgebungen und verbindet OT-Realität mit IT-Methoden. Ziel ist, Änderungen schneller und gleichzeitig sicherer in die Produktion zu bringen – ohne Stabilität zu riskieren.
Industrial DevOps startet bei klaren Verantwortlichkeiten, transparenter Kommunikation und gemeinsamen Qualitätszielen über alle Bereiche hinweg. Mit kleinen, kontrollierten Verbesserungen (z. B. Standard-Builds, klare Release-Regeln, gemeinsame Definition of Done) wächst Vertrauen, ohne den Betrieb zu gefährden.
In Industrie-Teams blockieren oft Sicherheitsdenken, Angst vor Schuldzuweisung und Silodenken die Zusammenarbeit. Wirksam sind klare Spielregeln, eine Lernkultur (Fehler als Feedback), und messbare Qualitätsziele, die Sicherheit und Durchsatz gleichzeitig verbessern.
Ein praxisnaher Ansatz ist eine regelmäßig laufende Pipeline, die den aktuellen Stand aus der Versionsverwaltung zieht, Builds/Checks ausführt und Ergebnisse nachvollziehbar reportet. So werden Probleme früh sichtbar, statt erst kurz vor Inbetriebnahme oder Auslieferung.
Zu einer SPS-CI gehören automatisierte Build-Prüfungen, statische Checks, Simulationstests und definierte Abnahmekriterien für Releases. Regressionen erkennt man zuverlässig, wenn Tests wiederholbar sind, Messpunkte eindeutig definiert sind und Reports vergleichbar über Zeit gespeichert werden.
Der CRA zielt auf Security by Design, ein geregeltes Schwachstellen- und Update-Management sowie nachvollziehbare Security-Nachweise entlang des Produktlebenszyklus. Für Hersteller bedeutet das: Prozesse, Dokumentation und technische Maßnahmen müssen prüfbar zusammenpassen.
Starten Sie mit einem Produkt- und Komponenten-Inventar, definieren Sie Rollen/Verantwortung und etablieren Sie einen klaren Prozess für Updates und Schwachstellen. Danach wird das Ganze in CI/CD und Release-Management verankert, damit Nachweise automatisch entstehen statt manuell „nachgebaut“ zu werden.
Eine SBOM ist die „Stückliste“ der Software-Komponenten und hilft, Betroffenheiten bei Schwachstellen schnell zu bewerten. Praktisch wird sie im Build erzeugt, versioniert abgelegt und als Standard-Release-Artefakt geführt – damit sie im Auditfall sofort verfügbar ist.
Quality Gates sind definierte Stop-oder-Go-Kriterien, z. B. Build-Erfolg, Test-Abdeckung, Security-Findings, Freigaben und Dokumentationspflichten. Entscheidend ist, dass diese Kriterien automatisiert geprüft werden und für alle Teams transparent sind.
Achten Sie auf Industrie-Praxis, OT/IT-Verständnis, Erfahrung mit CI/CD im regulierten Umfeld und konkrete Umsetzungsbeispiele statt nur Tool-Buzzwords. Ein guter Einstieg ist ein Workshop, in dem Ziele, Risiken, Architektur und ein realistischer Umsetzungsplan für Ihre Organisation entstehen.

